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September 2006

 



Verkäuferspruch: "Wer billig kauft, läuft zweimal!"








Rasierer von Braun für knapp 350 Euro.

Edle Verpackung, sehr eigenwilliges Design und der diffuse hinweis auf "Sonic". Das macht immerhin neugierig. Was bietet ein Rasierer für 350 Euro?

Nach den ersten Vorbehalten relativieren sich die Eindrücke jedoch zum positiv Überraschten. Mit dem Braun Pulsonic erhalten Sie einen Rasierer mit weitgehend erneuertem Schersystem, welches sich besser in Abhängigkeit der Führung des Rasierers anpasst, als es die Schersysteme, die auf dem "Flex Integral" Konzept basieren, taten. Lange Rede, kurzer Sinn: Das neue Schersystem macht einen guten Eindruck. Ähnlich den Panasonic Rasierern geben Folie und Klingenblock bei Druck in alle Richtungen nach. Um aber bei jeder Haltung des Rasiers zum Gesicht optimalen Auflage und damit effektive Rasur zu gewährleisten, wir die Bewegung des Scherkopfs aktiv geführt.

Technisch hat sich Braun mit dem Pulsonic auch weiterentwickelt. Das stolze Design scheint mit sehr wertigen komponenten gefüllt zu sein. So wird zum Beispiel ein Li-Ion Akku geboten, welcher mit 50 min Kapazität hoffentlich über Jahre viele kabellose Rasuren zulässt.

Sie merken, trotz aller Vorbehalte wegen des hohen Preises und des effekthaschenden Verweises auf "Sonic" sind wir uns sicher, dass dieser Rasierapparat schon alleine wegen seines zumindest eigenständigen Designs bestimmt seine Kunden finden wird.

Ein kleiner "Nachtritt sei erlaubt: Der Langharschneider - bislang hoch ausfahrbar immer ein Vorteil der Rasierer von Braun - ist beim Pulsonic wenig durchdacht gelungen. Klappbar, etwas instabil erscheinend und nicht hoch genug um im Spiegel die Schnittkante zu sehen. Da scheinen die Produktdesigner vergessen zu haben, dass die Marke Braun lange Zeit gerade für "funktionelles Design" stand. Unter den Top-Rasierern scheint dadurch nur noch der Panasonic ES 8093 mit einem sehr vernünftigem Langhaarschneider ausgestattet zu sein. ... Doch dazu mehr auf unserer Seite zu elektrischen Rasierern.

Die Infoseite des Herstellers:
hier entlang! (neues fenster)

Erste Kundenfeedbacks:

Im Gespräch mit Verkäufern eines großen Elektronikhändlers haben wir erste Reaktionen von Kunden erfahren können. Positiv wurde von einigen Käufern des Rasierers das neue Design hervorgehoben. Diese neuen Elektrorasierer von Braun lägen auch gut in der Hand, wurde mehrfach hervorgehoben. Interesanterweise war der hohe Preis für Kunden, die schließlich kauften, kein Hemmnis. Doch auch einige erste schlechte Feedbacks soll es gegeben haben: Der Langhaarschnieder sei zu wackelig, wurde heftig moniert. Ein anderer Kunde beschwerte sich über die unzureichende Reinigung des neuen Schersystems, welches sich händisch überhaupt nicht mehr nachreinigen liesse. Insgesammt scheint die Tendenz der Kritik sich am neuen Schersystem festzumachen, welches in eingen Fällen als nicht viel besser als bisher eingeordnet wurde, jedoch teuer sei (etwa 35 Euro) und kaum selbst zu reinigen. Umgekehrt heben bei Kauf viele männliche Kunden gerade die erwartete gute Anpassung des jetzt sehr flexibel beweglichen Schersystems hervor. Älteren Herren erscheine das System dagegen als zu schwammig, wurde aus Verkäuferkreisen berichtet. Auch zum Thema Reinigung (nur gut bei richtiger Verwendung des Reinigungssystems) scheiden sich die Geister. Es muß dem Kunden deutlich sein, dass das Reinigungssystem der Braun Pulsonic Rasierer regelmässig genutzt werden muß.

Nachtrag: Die immer schlechter ausgeführten Langharschneider bei fast allen Herstellern wurden von den Verkäufern im Gespräch moniert. Gerade Braun hätte jahrelang für sinnvoll gemachte Langhaarschneider gestanden. Auch bei Panasonic wird eine Entwicklung zum Schlechteren beobachtet. Tipp: Schauen Sie nach Rasierapparaten mit hoch ausfahrbaren Langhaarschneidern. Diese sind nlanglebiger, im Spiegel wird der Scheransatz nicht durch den rasierkopf verdeckt und schlußendlich sind diese Langhaarschneider meistend etwas breiter. Hingewiesen sei zudem auf die Möglichkeit der Kombirasur. Sicherlich ein altmodisches Vorgehen, doch bei Drei-Tage-Bärten eine der schnellsten Rasurmethoden.



Ein ganz neues Konsumfeld: Rüstungsgüter ;-)

Heute bekamen wir eine Presseinfo zum Rüstungsexport aus Deutschland. Eigentlich suchte ich den gestern veröffentlichten Bericht des Bundes der Steuerzahler zur Steuerverschwendung. Schließlich ist das auch mal interessant, wofür wir denn demnächst 19 % statt 16 % Mehrwertsteuer so zahlen. Doch statt dessen mal als Kostprobe eine Pressemeldung des Wirtschaftsministeriums.

"Kabinett beschließt Rüstungsexportbericht 2005"

Berlin: 27.September.2006 Die Bundesregierung hat heute den Rüstungsexportbericht für das Jahr 2005 beschlossen. Es ist der nunmehr siebte Bericht dieser Art seit 1999. Die Bundesregierung erfüllt damit ihre Zusage aus den Politischen Grundsätzen für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern, dem Bundestag jährlich über die praktische Umsetzung dieser Grundsätze und die erteilten Ausfuhrgenehmigungen zu berichten.

2005 wurden für Rüstungsgüter (einschließlich Kriegswaffen) insgesamt Einzelausfuhrgenehmigungen im Wert von ca. 4,2 Mrd. ¤ erteilt - gegenüber 2004 ein Anstieg um 0,4 Mrd. ¤. Mit ca. 61 % entfällt der überwiegende Anteil der Genehmigungen auf EU-, NATO- und NATO-gleichgestellte Länder, mit denen vielfältige Kooperationen im Rüstungsbereich bestehen.

Der Gesamtwert der tatsächlich exportierten Kriegswaffen ist gegenüber 2004 um 0,5 Mrd. ¤ auf 1,6 Mrd. ¤ angestiegen. Ein Anteil von 64 % des Gesamtwertes entfiel dabei auf Ausfuhren in EU-, ATO und NATO-gleichgestellte Länder. Die übrigen Exporte umfassen hauptsächlich die Ausfuhr von Schiffen (insbesondere U-Boote nach Südkorea und Südafrika). Der Anteil von Kriegswaffen an den deutschen Gesamtexporten lag bei nur 0,26 %.

Die Genehmigungswerte für so genannte Kleinwaffen, das sind insbesondere automatische Handfeuerwaffen, sind mit 36 Mio. ¤ gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Davon entfielen 12,6 Mio. ¤ auf Empfängerländer außerhalb EU und NATO.

Genehmigungen wurden erst nach eingehender Prüfung im Einzelfall erteilt und nachdem insbesondere sichergestellt wurde, dass deutsche Rüstungsgüter nicht für Menschenrechtsverletzungen missbraucht werden oder zur Verschärfung von Krisen beitragen.

Die Genehmigungsentscheidungen richteten sich nach dem Verhaltenskodex der EU zu Rüstungsexporten und den teilweise noch strikteren Politischen Grundsätzen der Bundesregierung zum Rüstungsexport von 2000.



Echte GPS Navigation für´s Handy

Navigon, Garmin und Tom Tom bekommen jetzt vom Handyhersteller möglicherweise echt Konkurrenz. Nokia hat mit dem Modell N95 ein Handy angekünsigt, welches echte GPS Ortung und damit auch Navigation zulässt. Da das Gerät mit HSDPA (Nachfolgetechnik von UMTS) ausgestattet sein soll, können Kartenmaterialien und natürlich auch Zusatzinformationen (POI) mit bis zu 3,6 Megabit / sec empfangen werden.

das Handy soll bereits im ersten Quartal 2007 in größeren Mengen angeboten werden können.

Interessant: Nokia erhält mit dieser Technik die Möglichkeit, unabhängig vom Netzbetreiber daten an das Handy zu senden. Allerdings ist bezüglich Empfangsqualität für GPS (Antenne muß ja frei zum Himmel empfangen können) und Verfügbarkeit von HSDPA noch so manches Fragenzeichen bezüglich der Alltagstauglichkeit eines solchen Handys offen.

Hersteller der Navigationssoftware: Gate5.









Marketing verstanden ;-) Upselling, also ...

Kunde beim Bäcker: Bitte 3 Brötchen.
Bäcker: Nehm´se ein mehr, dann haben Sie gleich vier!

 




 

 



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